Bartitsu
Selbstverteidigung für Gentlemen

am 10. bis 11. Juni 2017


Bartitsu Stockkampf
Hinter dem ungewöhnlichen Namen ‘Bartitsu’ verbirgt sich eine um 1900 in London gelehrte Neue Kunst der Selbstverteidigung, die dann aber für ein gutes Jahrhundert in Vergessenheit geraten war.

Als einer der ersten Europäer erlernte der britische Ingenieuer Edward William Barton-Wright während eines beruflichen Aufenthalts in Japan die Kunst des Jiu-Jitsu. Als er 1898 nach London zurückkehrte schuf er dann sein effektives Selbstverteidigungssystem für Gentlemen.

Dazu komibinierte er die in Europa
vermeintlich da sich sehr ähnliche Kampftechniken und -konzepte auch in Fechtbüchern aus dem Mittelalter finden, lange bevor der erste Europäer japanischen Boden betreten hat.
vermeintlich innovative Idee des Jiu-Jitsu mit Techniken aus damals bekannten europäischen Kampfkünsten bzw. -sportarten.

Neben dem Jiu-Jitsu bilden
französischer Fuß-Faustkampf
Savate und
Amateur-Boxen in Großbritannien und den USA vor 1900
Scientific Boxingsowie das für Selbsverteidigung optimierte Spazierstockfechten des Schweizers Piere Vigny die Hauptsäulen des Bartitsu.

Auch wenn Barton-Wright ‘Bartitsu’ als Selbstverteidigungssystem propagierte, so handelt es sich dabei – nicht zuletzt aufgrund seiner Komplexität – aus heutiger Sicht doch eher um eine Kampfkunst. Vielleicht wäre hier tatsächlich der widersprüchliche Begriff der
Selbstverteidigungssysteme zielen darauf ab, recht kurzfristig wehrhaft gegen die wahrscheinlichsten Angriffe zu machen.
Dazu werden vorhandene Reflexe genutzt und verstärkt.
Selbstverteidigungs
Kampfkünste trainieren eine idealtypische Motorik und Geisteshaltung, bis sie zur Intuition werden. Ziel ist es,langfristig auch gegen ideale Gegner bestehen zu können.
Kampfkunst angemessen. Oder eben doch ‘Kunst der Selbstverteidigung’!?!

Übrigens erklärte Sir Arthur Conan Doyle mit Hilfe des
Conan-Doyle schrieb tatsächlich ‘Baritsu’. Ob diese Abweichung beabsichtigt war oder nicht, ist unklar.
Baritsu seinen Lesern in ‘Das Leere Haus’, dass Sherlock Holmes den Kampf gegen Professor Moriaty an den Reichenbachfällen doch überlebt habe. Damit ist Sherlock Holmes sicher der bekannteste aller Bartitsuka – wenn auch nur ein fiktiver.

Seminarinhalte

Das Seminar bietet erste Einblicke und Erkenntnisse zu den vier Teildisziplinen des Bartitsu und ihrem Zusammenspiel.
Trainiert wird in einer kleinen Gruppe mit maximal 12 Teilnehmern. So ist eine intensive Betreuung des Einzelnen möglich.

Vorkenntnisse

sind nicht erforderlich, schaden aber auch nicht. Teilnehmer mit Kampfkunst-Hintergrund werden sicher das ein oder andere Bekannte erkennen, aber auch viel Neues – bzw. unbekanntes Altes kennenlernen.

Benötigte Aursrüstung:

normale Sportkleidung.

sinnvolle weitere Ausrüstung wenn vorhanden:

Nicht abschrecken lassen wenn man diese Sachen nicht hat! Sie sind nicht erforderlich sondern bieten lediglich die Möglichkeit für etwas mehr Kontakt im Training wenn sich die Trainingspartner darüber einig sind.
Box- oder MMA-Handschuhe, Mundschutz, Kopfschutz, Tiefschutz, Schienbeinschützer, Judo-Gi; Kampfkunstschuhe


Anmeldung:

Bitte melden Sie sich bis zum 03.06.2017   hier an.
Die Seminarplätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der vollständigen Anmeldungen (d.h. incl. Zahlung) vergeben.
Es gelten die Bedingungen des Anmeldeformulars. Bitte beachten Sie, dass auch bei einer Anmeldung per eMail das ausgefüllte und unterschriebene Formular der “Alten Kampfkunst” spätestens bei Seminarbeginn vorliegen muss.

Termin:

Samstag, den 10.06.2017
10:30 Uhr bis 16:30 Uhr (inklusive 1 Stunde Mittagspause)
Sonntag, den 11.06.2017
9:30 Uhr bis 15:30 Uhr

Kosten:

130,00 € pro Teilnehmer (
110,00 € pro Person für Mitglieder der Alten Kampfkunst)

Ort:

Alte Kampfkunst
Fuchsstraße 26
42285 Wuppertal